Analogfotografie_35x50_baryth
Analoge Mehrfachbelichtungen zeigen Körper, die sich vervielfältigen, verschieben und teilweise verschwinden. In der Überlagerung entstehen Szenen flüchtiger Identitäten – ohne feste Umrisse zwischen Sichtbarkeit und totaler Auflösung, weil sich die Zeit in das Bild einschreibt. Die analoge Herangehensweise verhandelt Sichtbarkeit als fragilen Zustand. Es erscheinen Fragmente von Körpern, die in einem einzigen Moment entstehen, um gleich darauf in einzelne Schichten zu zerfallen. Es wird somit das vorweggenommen, was digitale Systeme von Beginn an prägt: das Verschwinden des Körpers in Ansammlungen von Daten und algorithmischen Erfassungen.